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Naturfotografie im Naturpark Steinhuder Meer (Strecke 1)

 

Einleitung

Ich wohne mein ganzes Leben schon am Nordufer vom Steinhuder und kenne daher alle Plätze, Wege, Wälder und Moorgebiete. Mit dem Aufkommen der ersten Digitalkameras (damals noch 2,5 Megapixel) begann ich Tiere und die hiesige Landschaften fotografisch festzuhalten. Heute habe ich mit Brennweiten von 15-800mm viel mehr möglich die Fauna und Flora festzuhalten. Mittlerweile hat sich der Bestand meiner Fotos auf über 100.000 Fotos angesammelt welche es auch wert sind nicht gelöscht zu werden. 
Heute sehe ich viele Touristen mit hochwertigen Fotoausrüstungen hier spazieren gehen. Doch oft halten diese sich rund um den touristischen Zentren auf und wissen wahrscheinlich gar nicht welche fotografischen Schätze ihnen hier entgehen ohne selbstverständlich die Tierwelt zu stören. Ja, viel Bewegung ist hier angesagt, da in vielen Gebieten der Naturschutz überwacht wird und keine Autos zulässig sind. Da braucht es einen guten Plan um die günstigsten strecken zu finden. Hierbei möchte ich behilflich sein um mein Wissen und Erfahrung zu teilen.

MorgenstimmungReiher im Meerbruch bei Sonnenaufgang

 

Der Wasserbüffel-Turm

In der Nähe des meines Heimatdorfes Mardorf, steht gleich zu Beginn der Meerbruchswiesen ein Beobachtungsturm vor einer Wiese mit einem Teich in der Mitte. Den Namen Wasserbüffelturm hat die Beobachtungshütte weil auf der Wiese jahrelnag Wasserbüffel standen. Sie verhinderten mit ihrer Badelust das der Teich mit Pflanzen zuwucherte. Die Büffel waren auch immer gute Motive, vor allem im Nebel bei Sonnenaufgang. Auch Vögel wie Stare setzten sich auf den Büffeln und befreiten sie von lästigen Insekten. Hatte teilweise schon etwas wie man es in Asien oder Afrika vermutet. Der Turm selbst hat eine untere Ebene die sich gut eignet um die vielen Fasane dort zu fotografieren. Die obere Ebene war immer Goldrichtig um jagende Greifvögel auf Augenhöhe zu fotografieren. Zumeist waren dies Kornweihen, Rohrweihen, Rotmilan und Turmfalken beider Geschlechter.
Allerdings gab es dort auch öfter Füchse, Rehe oder Hermeline zu fotografieren. Am Turm geht ein Wanderweg in Richtung Rehburg entlang. Da das Schutzgebiet erst auf der südlichen Seite des Weges beginnt kann man dort ungestört und mit Deckung entlangstreifen. Aus Mardorf kommenden ist am letzten Waldstück ein Wanderparkplatz wo mein sein Auto abstellen kann.
Doch wer nicht den ganzen Tag am Turm bleiben möchte wird sicher in südlicher Richtung zu der Meerbachbrücke spazieren.

Wasserbueffelturm 1WasserbueffelturmBadene WasserbüffelBadene Wasserbüffel am Wasserbüffelturm

 

Meerbachbrücke

Die 300m bis zum Meerbach sollte man langsam und aufmerksam gehen, denn es gibt dort viel zu entdecken. Nicht vergessen auch mal zum Himmel zu schauen. Auf den Pfählen setzen sich schon mal Bekassinen oder andere interessante Arten wie Mäusebussard, Turmfalke oder Blaukehlchen. Für diesen Weg empfehle ich 600-800mm Brennweite wegen der kleinen Singvögel oder im Frühling und Sommer auch wegen der überfliegenden Seeadler oder Fischadler, deswegen in alle Richtung schauen. Ich selber hatte dort vor Jahren schon mal das Glück einen Wolf zu fotografiere. Ein magisches Erlebnis war das.
Je näher man der Meerbachbrücke kommt umso mehr nehmen an den Seiten des Weges die Weidenbüsche und Brombeersträucher zu. Schon dort kann man Laubfrösche und auch alle vorkommenden Singvögel aus der Nähe fotografieren. Speziell die Blaukehlchen begeistern immer wieder. Wenig scheu sind sie hier und fliegen auch nicht weg wenn Radfahrer nur 2m entfernt vorbei rasen.
An der Meerbachbrücke sollte man nach Reiher, Nutria und auch Eisvogel Ausschau halten. Auch Fischotter sind dort schon gesehen worden. Ich selbst hatte bislang noch kein Glück mit den Ottern. Allerdings war auf der Wiese vor der Brücke schon mal ein Schwarzstorch in der Morgensonne für mich präsent.

Waschbär an der MeerbachbrückeWaschbär an der Meerbachbrücke

Hier weiter zum zweiten Teil der Strecke 

 


Übersichtskarte Steinhuder Meer

Strecke 1