Feuersalamander (Salamandra salamandra)
Der Feuersalamander ist eine auffällige Amphibienart, die vor allem durch ihr leuchtend schwarz-gelbes Muster bekannt ist. Mit einer mittleren Körperlänge von etwa 14–20 cm gehört er zu den größeren heimischen Schwanzlurchen. Seine Haut ist glatt, feucht und mit Drüsen übersät, die ein leicht klebriges Sekret absondern – eine wichtige Schutzmaßnahme gegen Fressfeinde.
Die Gelbfärbung seines Körpers ist individuell unterschiedlich: Während manche Feuersalamander große, unregelmäßige Flecken aufweisen, haben andere eher längliche Streifen. Diese auffällige Färbung dient als Warnsignal für potenzielle Feinde, da der Feuersalamander ein leicht giftiges Hautsekret absondert, das ihn vor Fressfeinden schützt.
Feuersalamander leben bevorzugt in feuchten Laubwäldern, oft in der Nähe von Bächen oder Quellen, wo sie Verstecke unter Steinen, Totholz oder in Erdhöhlen finden. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv, um Austrocknung zu vermeiden. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, Würmern, Schnecken und anderen kleinen Wirbellosen, die sie mit ihrer schnellen Zunge fangen.
Eine Besonderheit der Art ist ihre Lebendgeburt: Während viele Amphibien Eier legen, setzen Feuersalamander voll entwickelte Larven in Gewässern ab. Diese Larven durchlaufen eine aquatische Phase, bis sie sich nach mehreren Monaten zu landlebenden Jungtieren entwickeln.
Feuersalamander sind langlebig und können in der Natur über 20 Jahre alt werden. Trotz ihrer Widerstandsfähigkeit sind sie durch Lebensraumverlust und die tödliche Pilzerkrankung Batrachochytrium salamandrivorans in einigen Regionen bedroht. Dennoch bleibt der Feuersalamander eines der markantesten und geheimnisvollsten Tiere unserer heimischen Wälder.