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Höcker-Habichtsfliege (Dioctria rufipes)

Die Höcker-Habichtsfliege ist eine auffällige Raubfliegenart aus der Familie der Asilidae und eine der häufigsten Vertreterinnen der Gattung Dioctria in Mitteleuropa. Mit einer Körperlänge von etwa 10 bis 14 Millimetern zählt sie zu den mittelgroßen Raubfliegen. Der Körper ist langgestreckt, schwarz glänzend und mit einer dichten, silbrig-grauen Behaarung versehen. Charakteristisch sind die rotbraunen Beine und der markante, leicht nach oben gebogene Thoraxhöcker, der der Art ihren deutschen Namen gibt. Der Kopf zeigt große, halbkugelige Facettenaugen und einen kräftigen, borstigen Bart („Mystax“), der Beutetiere beim Zupacken schützt.

Dioctria rufipes besiedelt bevorzugt offene, sonnige Lebensräume wie Waldränder, Trockenwiesen, Heiden, Feldgehölze und Böschungen. Die Art ist von Mai bis August aktiv. Die Fliegen sitzen meist erhöht auf Grashalmen oder Zweigen und lauern dort auf vorbeifliegende Insekten. Ihre Beute besteht aus kleineren Fliegen, Bienen, Wespen und Zikaden, die sie im Flug packen und mit ihrem Stechrüssel aussaugen. Die Larven leben räuberisch im Boden oder in morschem Holz, wo sie andere Insektenlarven jagen.

Die Höcker-Habichtsfliege ist in fast ganz Europa verbreitet und in Mitteleuropa noch häufig, leidet aber lokal unter dem Verlust strukturreicher, extensiv genutzter Landschaften. Sie gilt als ökologisch bedeutsamer Beutegreifer in warmen Offenlebensräumen und trägt zur Regulierung von Insektenpopulationen bei.