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Europäische Fransenfinger (Acanthodactylus erythrurus

Der Europäische Fransenfinger (Acanthodactylus erythrurus) ist eine agile Eidechsenart aus der Familie der Echten Eidechsen (Lacertidae). Er ist vor allem in Südeuropa, besonders auf der Iberischen Halbinsel und im südlichen Frankreich, sowie in Nordafrika verbreitet. Sein bevorzugter Lebensraum sind trockene, sandige und steinige Gebiete wie Dünen, lichte Wälder und Buschlandschaften.

Mit einer Körperlänge von bis zu 25 cm, einschließlich des langen Schwanzes, ist der Europäische Fransenfinger eine mittelgroße Eidechse. Sein Rücken ist braun bis graubraun mit dunklen Flecken oder Streifen, die ihm eine hervorragende Tarnung bieten. Besonders auffällig ist der leuchtend orange bis rote Schwanz, der bei Jungtieren besonders intensiv gefärbt ist und als Ablenkung für Fressfeinde dient. Namensgebend sind die sägezahnartigen Schuppen an seinen Zehen, die ihm schnellen Halt auf sandigem Boden geben.

Der Europäische Fransenfinger ist tagaktiv und ernährt sich von Insekten, Spinnen und anderen kleinen Wirbellosen, die er geschickt jagt. Bei Gefahr flüchtet er blitzschnell in Felsspalten oder gräbt sich in den Sand ein.

In der Paarungszeit im Frühjahr legt das Weibchen nach der Paarung 2 bis 8 Eier in eine geschützte Bodenmulde. Nach etwa zwei Monaten schlüpfen die Jungtiere und sind sofort selbstständig.

Trotz seiner Anpassungsfähigkeit ist der Europäische Fransenfinger in einigen Regionen durch Lebensraumverlust bedroht und steht in mehreren Ländern unter Naturschutz.