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Austernfischer (Haematopus ostralegus)

Der Austernfischer (Haematopus ostralegus) ist ein auffälliger Watvogel aus der Familie der Austernfischer (Haematopodidae) und an Küsten sowie in Feuchtgebieten Europas weit verbreitet. Er erreicht eine Körperlänge von etwa 40 bis 45 Zentimetern, eine Flügelspannweite von 80 bis 85 Zentimetern und ein Gewicht von 400 bis 700 Gramm. Charakteristisch ist sein kontrastreiches schwarz-weißes Gefieder, der leuchtend orange-rote Schnabel und die auffälligen roten Beine.

Austernfischer sind vor allem an Küsten anzutreffen, wo sie Muscheln, Schnecken und andere wirbellose Tiere fressen. Mit ihrem kräftigen Schnabel öffnen sie geschickt Muschelschalen oder picken Beute aus Sand und Schlamm. In einigen Regionen bewohnen sie auch Binnengewässer und ernähren sich dort von Insekten und Würmern.

Die Brutzeit beginnt im Frühjahr. Austernfischer nisten in einfachen Bodenmulden auf Stränden, Salzwiesen oder Kiesbänken. Das Weibchen legt 2 bis 4 Eier, die von beiden Eltern bebrütet werden. Die Jungen sind Nestflüchter und werden von den Eltern geführt, bis sie flugfähig sind.

Der Austernfischer ist in vielen Gebieten geschützt, doch Lebensraumverlust und Störungen durch menschliche Aktivitäten stellen eine Bedrohung dar. Er gilt als Symbol für die Tierwelt der Küsten und ist durch seinen markanten Ruf und sein Flugbild leicht zu erkennen.