logo kreis

Pfuhlschnepfe (Limosa lapponica)

Die Pfuhlschnepfe (Limosa lapponica) ist ein eleganter Watvogel aus der Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae) und bekannt für ihre beeindruckenden Langstreckenflüge. Sie erreicht eine Körperlänge von 37 bis 41 Zentimetern, eine Flügelspannweite von 70 bis 80 Zentimetern und ein Gewicht von 250 bis 450 Gramm. Charakteristisch ist ihr langer, leicht aufwärts gebogener Schnabel, der bei Weibchen oft länger ist als bei Männchen. Während der Brutzeit trägt das Gefieder ein auffälliges rostrot gefärbtes Brust- und Bauchkleid, das außerhalb der Brutzeit einem schlichteren graubraunen Federkleid weicht.

Die Pfuhlschnepfe brütet in den arktischen Tundren Eurasiens und überwintert in warmen Küstenregionen Afrikas, Asiens und Australiens. Auf ihrem Zug legt sie einige der längsten nonstop Flugdistanzen aller Vögel zurück – über 11.000 Kilometer ohne Pause. Sie bevorzugt Wattenmeere, Flussmündungen und Feuchtgebiete, wo sie sich von Würmern, Krebstieren und kleinen Weichtieren ernährt.

Das Nest wird in der arktischen Tundra gut versteckt am Boden gebaut, wo das Weibchen meist 4 Eier legt. Beide Eltern kümmern sich um die Brut und die ersten Wochen der Jungen.

Die Pfuhlschnepfe ist auf intakte Rast- und Überwinterungsgebiete angewiesen, weshalb sie durch den Verlust von Wattflächen und Feuchtgebieten bedroht ist. Sie gilt als Symbol für die Bedeutung des internationalen Zugvogelschutzes und die Erhaltung von Feuchtgebieten.