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Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus)

Die Lachmöwe ist eine mittelgroße, elegante Möwenart aus der Familie der Möwen (Laridae) und eine der häufigsten Möwen Mitteleuropas. Im Brutkleid trägt sie den namensgebenden dunkelbraunen, fast schwarzen Kopf, der im Schlichtkleid im Winter zu einer weißen Kopfzeichnung mit dunklem Ohrfleck reduziert ist. Rücken und Flügeldecken sind hellgrau, die Unterseite weiß. Die Flügelspitzen sind schwarz mit weißen Endflecken. Der Schnabel und die Beine sind im Brutkleid kräftig rot, im Winter etwas matter.

Die Lachmöwe ist extrem anpassungsfähig und nutzt eine breite Palette an Lebensräumen. Sie brütet bevorzugt in Kolonien an flachen Binnengewässern, auf Inseln, in Sümpfen, Mooren und an Teichen, kommt aber auch an Küsten vor. Außerhalb der Brutzeit ist sie häufig auf Äckern, Wiesen, Mülldeponien, Flussufern und in Städten zu sehen. In Mitteleuropa ist sie ein Teilzieher: Ein Teil der Population überwintert in Westeuropa und im Mittelmeerraum, während andere Vögel standorttreu bleiben.

Die Brutzeit beginnt meist im April. Die Nester werden dicht an dicht in Kolonien errichtet, oft auf kleinen Inseln oder schwimmender Vegetation. Das Gelege umfasst in der Regel 2 bis 3 Eier, die von beiden Eltern etwa drei Wochen bebrütet werden. Die Küken sind Nestflüchter, bleiben aber zunächst im Nestbereich und werden intensiv betreut.

Die Lachmöwe gilt in weiten Teilen Europas als noch häufig, zeigt jedoch regional rückläufige Bestände. Ursachen sind Lebensraumverluste, Gewässerverbauung und veränderte Nahrungsbedingungen. Der Schutz geeigneter Brutgewässer ist daher entscheidend für den langfristigen Erhalt dieser typischen Möwenart.