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Elster (Pica pica)

Die Elster ist einer der auffälligsten und intelligentesten Vögel Europas. Mit ihrem kontrastreichen schwarz-weißen Gefieder, dem langen Schwanz und ihrem neugierigen Wesen fällt sie sofort ins Auge. Doch nicht nur ihr Aussehen macht sie besonders – Elstern gehören zu den klügsten Vögeln überhaupt und zeigen erstaunliche soziale und kognitive Fähigkeiten.
Aussehen und Merkmale

Mit einer Körperlänge von 45 bis 50 cm, davon allein bis zu 25 cm Schwanzlänge, ist die Elster eine der größten Singvogelarten. Ihr Gefieder wirkt auf den ersten Blick schwarz-weiß, doch bei genauem Hinsehen zeigt sich auf den schwarzen Partien ein metallischer grün-blau schillernder Glanz.

Im Flug erkennt man Elstern leicht an den weit gespreizten Flügeln und dem rhythmischen Flügelschlag, der ihnen eine fast hüpfende Flugweise verleiht.

Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Europa über Asien bis nach Nordafrika. In vielen Regionen sind sie Standvögel, bleiben also das ganze Jahr über in ihrem Revier.
Intelligenz und Verhalten

Die Elster zählt zu den intelligentesten Vögeln der Welt. Sie gehört zur Familie der Rabenvögel und zeigt außergewöhnliche Problemlösungsfähigkeiten, kann Werkzeuge benutzen und erkennt sich selbst im Spiegel – eine Fähigkeit, die nur wenige Tiere besitzen.

Elstern sind opportunistische Allesfresser. Ihr Speiseplan umfasst:

Insekten, Würmer und Kleintiere wie Mäuse oder Eidechsen
Eier und Jungvögel, was ihnen einen schlechten Ruf eingebracht hat

Elstern bauen große, kunstvolle Nester aus Zweigen, die oft eine kuppelförmige Überdachung haben – ein Schutz gegen Nesträuber wie Greifvögel.

Das Weibchen legt im Frühjahr 4 bis 7 Eier, die es etwa 3 Wochen lang bebrütet. Die Jungen werden weitere 3 bis 4 Wochen von beiden Eltern gefüttert, bevor sie flügge werden. Oft bleiben die Jungvögel noch eine Zeit lang im Familienverband.