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Uferschnepfe (Limosa limosa)

Die Uferschnepfe ist ein eleganter, mittelgroßer Watvogel mit langen Beinen und einem auffallend langen, geraden Schnabel. Sie erreicht eine Körperlänge von etwa 36 bis 44 cm und eine Flügelspannweite von 70 bis 82 cm. Besonders im Brutkleid zeigt sie eine warme rostrote Färbung an Hals, Brust und Bauch, während Rücken und Flügel braun gemustert sind. Im Flug fallen die kontrastreichen schwarz-weißen Flügelbinden und der weiße Bürzel deutlich auf. Der lange Schnabel ist an der Basis orange bis rosafarben und zur Spitze hin schwarz gefärbt – ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.

Die Uferschnepfe bewohnt offene, feuchte Landschaften wie Feuchtwiesen, Moore, Überschwemmungsflächen und extensiv genutztes Grünland. In Mitteleuropa ist sie stark an traditionelle Wiesenlandschaften gebunden, insbesondere an solche mit hohem Grundwasserstand und geringer Störung.

Die Brutzeit beginnt im Frühjahr. Das Nest wird am Boden in dichter Vegetation angelegt, meist gut versteckt in feuchten Wiesen. Das Weibchen legt in der Regel vier Eier. Beide Eltern beteiligen sich an der Brut, die etwa 22 bis 24 Tage dauert. Die Küken sind Nestflüchter und verlassen kurz nach dem Schlüpfen das Nest, bleiben jedoch auf die Führung und den Schutz der Altvögel angewiesen.

In vielen Teilen Europas ist die Uferschnepfe stark zurückgegangen und gilt als gefährdet. Hauptursachen sind die Intensivierung der Landwirtschaft, Entwässerung von Feuchtgebieten, frühe Mahd sowie der Verlust geeigneter Brutflächen. Schutzmaßnahmen konzentrieren sich auf die Wiedervernässung von Wiesen, spätere Mahdtermine und den Erhalt extensiv genutzter Grünlandflächen.