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Heidelerche (Lullula arborea)

Die Heidelerche ist eine mittelgroße Lerche aus der Familie der Feldlerchenverwandten und zeichnet sich durch ihren melodischen, flötenden Gesang aus, der oft in schwungvollen Bögen vorgetragen wird. Mit einer Körperlänge von etwa 13,5 bis 15 cm und einer Flügelspannweite von rund 24 bis 28 cm ist sie etwas kleiner und kompakter gebaut als die Feldlerche. Ihr Gefieder ist oberseits fein braun gestrichelt, was sie in offenen Landschaften hervorragend tarnt. Auffällig ist der helle Überaugenstreif, der sich über die Stirn hinweg verbindet und ihr ein charakteristisches, sanft blickendes Gesicht verleiht. Die Unterseite ist hell mit dunklen Brustflecken, die Beine sind rosa-beige, der Schwanz relativ kurz und leicht gegabelt.

Die Heidelerche bewohnt trockene, nährstoffarme Offenlandschaften mit niedriger Vegetation, wie Heiden, Sandmagerrasen, Dünen oder lichte Kiefernwälder. Ihr bevorzugter Lebensraum sind mosaikartige Flächen mit kahlen Stellen, Zwergsträuchern und Einzelbäumen, die als Singwarten dienen. Sie ist ein Bodenbrüter, legt ihr Nest gut verborgen in eine kleine Mulde und zieht meist zwei Bruten pro Jahr groß. Die Nahrung besteht vorwiegend aus Insekten und deren Larven, im Herbst und Winter auch aus Sämereien.

Verbreitet ist die Heidelerche von Westeuropa bis nach Zentralasien. In Mitteleuropa kommt sie vor allem lokal vor, da ihr Lebensraum durch Aufforstung, Verbuschung und landwirtschaftliche Intensivierung stark zurückgeht. In Deutschland gilt sie vielerorts als gefährdet oder sogar stark gefährdet. Der melodische Gesang der Männchen, meist im langsamen Singflug oder von Bäumen aus vorgetragen, ist eines der markantesten Merkmale zur Artbestimmung.