Kanarenpieper (Anthus berthelotii)
Der Kanarenpieper (Anthus berthelotii) ist ein kleiner Singvogel aus der Familie der Stelzen und Pieper (Motacillidae) und ein Endemit der Kanarischen Inseln sowie der Madeira-Inselgruppe. Er erreicht eine Körperlänge von etwa 14 bis 15 Zentimetern und wiegt zwischen 18 und 25 Gramm. Sein Gefieder ist unauffällig braun-grau gestreift, was ihm in den kargen, felsigen Lebensräumen eine gute Tarnung bietet.
Kanarenpieper leben bevorzugt in offenen, trockenen Landschaften wie Lavafeldern, Dünen und Küstengebieten, sind aber auch in landwirtschaftlich genutzten Flächen anzutreffen. Sie ernähren sich vor allem von Insekten, kleinen Wirbellosen und Samen, die sie geschickt am Boden suchen.
Die Brutzeit beginnt im Frühjahr. Das Weibchen baut ein gut verstecktes Bodennest, meist in einer Mulde zwischen Steinen oder Pflanzen. Es legt 3 bis 5 Eier, die es allein ausbrütet. Beide Eltern kümmern sich um die Fütterung der Jungen.
Der Kanarenpieper ist nicht gefährdet und zählt zu den häufigsten und anpassungsfähigsten Vögeln seiner Inselwelt. Er ist ein charakteristischer Vertreter der Vogelwelt der Kanarischen Inseln und Madeiras und durch sein unscheinbares, aber agiles Verhalten leicht zu beobachten.