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Pirol (Oriolus oriolus)

Der Pirol (Oriolus oriolus) ist ein auffälliger, mittelgroßer Singvogel aus der Familie der Pirole (Oriolidae). Er erreicht eine Körperlänge von etwa 20 bis 25 Zentimetern, eine Flügelspannweite von 44 bis 47 Zentimetern und wiegt zwischen 50 und 70 Gramm. Die Männchen sind durch ihr leuchtend gelbes Gefieder mit schwarzen Flügeln und Schwanzfedern sowie ihren roten Schnabel unverkennbar. Weibchen und Jungvögel sind dagegen olivgrün bis gelblich und dezent gefärbt.

Pirole bevorzugen lichten, warmen Laub- und Mischwald, Parks und Auenlandschaften mit altem Baumbestand. Sie ernähren sich von Beeren, Früchten und Insekten, die sie geschickt im Geäst suchen.

Die Brutzeit beginnt im späten Frühjahr. Das Weibchen baut ein kunstvolles, hängendes Nest aus Gräsern und Fasern hoch in den Baumkronen. Es legt 3 bis 5 Eier, die von beiden Eltern ausgebrütet werden. Die Jungen werden ebenfalls gemeinsam versorgt.

Als Zugvogel verbringt der Pirol den Winter in Afrika südlich der Sahara. Obwohl er in Europa weit verbreitet ist, ist er durch Lebensraumverlust und den Rückgang von Insekten in einigen Regionen gefährdet. Sein melodischer, flötender Gesang macht ihn trotz seines versteckten Lebens zu einem besonderen Erlebnis für Vogelbeobachter.