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Rauchschwalbe (Hirundo rustica)

Die Rauchschwalbe (Hirundo rustica) ist ein schlanker, eleganter Singvogel aus der Familie der Schwalben (Hirundinidae). Sie erreicht eine Körperlänge von etwa 17 bis 20 Zentimetern, eine Flügelspannweite von 32 bis 35 Zentimetern und wiegt zwischen 15 und 25 Gramm. Charakteristisch sind ihre glänzend blaue Oberseite, die rotbraune Kehle, der schwarze Bruststreifen und der lange, tief gegabelte Schwanz mit weißen Flecken.

Rauchschwalben sind Kulturfolger und leben bevorzugt in offenen Landschaften mit Wasserstellen, in der Nähe von Siedlungen, Bauernhöfen und Ställen. Sie ernähren sich hauptsächlich von fliegenden Insekten, die sie geschickt im Flug fangen. Ihr akrobatisches Flugverhalten und ihre zwitschernden Rufe sind unverkennbar.

Die Brutzeit beginnt im Frühjahr. Rauchschwalben bauen ihre halboffenen Nester aus Lehm und Pflanzenfasern, meist an geschützten Stellen wie Dachvorsprüngen oder Stallwänden. Das Weibchen legt 4 bis 6 Eier, die von beiden Eltern bebrütet werden. Die Jungen werden nach dem Schlüpfen intensiv gefüttert und sind nach etwa drei Wochen flügge.

Als Zugvögel verbringen Rauchschwalben den Winter in Afrika südlich der Sahara. Sie sind in Europa weit verbreitet, doch in einigen Regionen durch den Rückgang von Insekten und geeigneten Nistmöglichkeiten gefährdet. Ihr Erscheinen im Frühjahr gilt traditionell als Symbol für den Beginn der warmen Jahreszeit.