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Schwanzmeise (Aegithalos caudatus europaeus)

Die Schwanzmeise (Aegithalos caudatus) ist ein kleiner, kugelrunder Singvogel aus der Familie der Schwanzmeisen (Aegithalidae). Sie erreicht eine Körperlänge von etwa 13 bis 16 Zentimetern, wobei der lange Schwanz fast zwei Drittel der Gesamtlänge ausmacht. Ihr Gewicht beträgt lediglich 7 bis 10 Gramm. Das Gefieder ist weißlich bis rosa mit schwarzen und braunen Akzenten, und ihr auffälliger Kopf ist oft reinweiß oder hat eine schwarze Kappe, je nach Unterart.

Schwanzmeisen leben in Wäldern, Parks, Gärten und Heckenlandschaften und sind vor allem in der kühlen Jahreszeit in kleinen, geselligen Trupps unterwegs. Sie ernähren sich von kleinen Insekten, Spinnen und im Winter auch von Samen, die sie geschickt in Büschen und Bäumen suchen.

Die Brutzeit beginnt im Frühjahr. Schwanzmeisen sind bekannt für ihre kunstvollen, kuppelförmigen Nester, die aus Moos, Federn und Spinnweben bestehen und gut versteckt in dichtem Gebüsch gebaut werden. Das Weibchen legt 6 bis 12 Eier, die von beiden Eltern bebrütet werden. Nach dem Schlüpfen kümmern sich auch andere Truppmitglieder um die Jungen.

Schwanzmeisen sind in Europa und Asien weit verbreitet und gelten als anpassungsfähig. Ihr quirliges Verhalten, das weiche „si-si-si“-Rufen und ihr niedliches Aussehen machen sie zu einem beliebten Vogel bei Naturbeobachtern.