Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola)
Das Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola) ist ein kleiner, auffälliger Singvogel aus der Familie der Fliegenschnäpper (Muscicapidae). Es erreicht eine Körperlänge von etwa 12 bis 14 Zentimetern, eine Flügelspannweite von 18 bis 21 Zentimetern und wiegt 13 bis 20 Gramm. Männchen haben ein charakteristisches schwarzes Gefieder an Kopf und Kehle, kontrastierend mit einer weißen Halskrause und orange-rötlichen Brust. Weibchen sind schlichter braun gefärbt, mit einem helleren Bauch und einer weniger ausgeprägten Färbung.
Das Schwarzkehlchen bevorzugt offene, strukturreiche Landschaften wie Heiden, Trockenrasen, Moorgebiete und Dünen. Es sitzt oft gut sichtbar auf Zäunen, Büschen oder Grashalmen und ernährt sich von Insekten, Spinnen und kleinen Samen, die es am Boden oder im Flug erbeutet.
Die Brutzeit beginnt im Frühjahr. Das Weibchen baut ein gut getarntes Nest am Boden in dichter Vegetation und legt 4 bis 6 Eier. Beide Eltern beteiligen sich an der Fütterung der Jungen.
Das Schwarzkehlchen ist in Europa, Nordafrika und Teilen Asiens verbreitet. Es gilt als Symbol für intakte, extensiv genutzte Landschaften, ist jedoch durch den Verlust von Lebensräumen in einigen Regionen gefährdet. Sein charakteristisches, zirpendes Rufen erinnert an das Klicken zweier Steine und macht es auch akustisch leicht erkennbar.