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Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe)

Der Steinschmätzer ist ein schlanker, lebhafter Singvogel aus der Familie der Fliegenschnäpper (Muscicapidae) und ein typischer Bewohner offener, strukturreicher Landschaften. Mit einer Körperlänge von etwa 14 bis 16 Zentimetern und einer Flügelspannweite von rund 26 bis 32 Zentimetern wirkt er elegant und hochbeinig. Auffälligstes Erkennungsmerkmal ist der weiße Bürzel mit schwarzer, T-förmiger Schwanzzeichnung, der besonders im Flug sofort ins Auge fällt. Männchen zeigen im Brutkleid einen grauen Rücken, schwarze Flügel, eine schwarze Gesichtsmaske und eine helle Unterseite; Weibchen sind insgesamt unauffälliger braungrau gefärbt, ebenfalls mit hellem Bürzel.

Der Steinschmätzer bewohnt offene, oft karge Lebensräume wie Heiden, Trockenrasen, alpine Matten, Dünen, Kiesflächen und extensiv genutztes Grünland. Wichtig sind freie Bodenstellen und niedrige Vegetation, da der Vogel seine Nahrung überwiegend am Boden sucht. Von einer erhöhten Sitzwarte aus beobachtet er die Umgebung und stößt dann rasch zur Beute herab. Seine Nahrung besteht vor allem aus Insekten und anderen Wirbellosen wie Käfern, Fliegen, Ameisen, Spinnen und Raupen, im Spätsommer ergänzt durch Beeren.

Der Steinschmätzer ist ein ausgeprägter Langstreckenzieher. Er brütet in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas und überwintert südlich der Sahara in Afrika. In Mitteleuropa ist er ein regelmäßiger, aber vielerorts rückläufiger Brutvogel. Hauptursachen für den Bestandsrückgang sind der Verlust geeigneter Offenlebensräume, die Intensivierung der Landwirtschaft und die Verbuschung ehemals offener Flächen.