Brandgans (Tadorna tadorna)
Die Brandgans (Tadorna tadorna) ist ein auffälliger Wasservogel aus der Familie der Entenvögel (Anatidae) und gehört zu den Halbgänsen. Sie erreicht eine Körperlänge von 58 bis 67 Zentimetern, eine Flügelspannweite von 110 bis 135 Zentimetern und wiegt zwischen 0,9 und 1,5 Kilogramm. Ihr Gefieder ist kontrastreich: der Körper ist überwiegend weiß mit einer kastanienbraunen Brustbinde, schwarzen Flügeln und einem schwarzen Rücken. Der Kopf und Hals schimmern grünlich-schwarz, und Männchen besitzen während der Brutzeit einen auffälligen roten Höcker auf dem Schnabel.
Brandgänse bewohnen vor allem Küstengebiete, Lagunen und Flussmündungen, sind aber auch an salzhaltigen Seen im Binnenland zu finden. Sie ernähren sich von kleinen Wirbellosen wie Schnecken, Krebstieren und Würmern, die sie im flachen Wasser suchen.
Die Brutzeit beginnt im Frühjahr. Brandgänse nisten in Höhlen, Felsspalten oder verlassenen Bauen von Kaninchen und Füchsen. Das Weibchen legt 8 bis 12 Eier, die es allein bebrütet, während das Männchen das Revier verteidigt. Nach dem Schlüpfen führen die Eltern die Küken zum Wasser, wo sie in sogenannten „Kindergärten“ gemeinsam aufgezogen werden.
Brandgänse sind in Europa und Asien verbreitet und profitieren in vielen Regionen von Schutzmaßnahmen. Sie gelten als Symbole für die Vogelwelt der Küsten und sind leicht an ihrem markanten Gefieder und Verhalten zu erkennen.