Eiderente (Somateria mollissima)
Die Eiderente (Somateria mollissima) ist eine große Meerente aus der Familie der Entenvögel (Anatidae) und bekannt für ihr dichtes, weiches Daunenfederkleid, das als Eiderdaune geschätzt wird. Sie erreicht eine Körperlänge von 50 bis 71 Zentimetern, eine Flügelspannweite von 80 bis 108 Zentimetern und ein Gewicht von 1,2 bis 2,8 Kilogramm, wobei Männchen größer sind als Weibchen. Das Männchen ist im Prachtkleid unverwechselbar mit seinem schwarz-weißen Gefieder und einem grünlichen Nacken. Weibchen sind braun gemustert und gut getarnt.
Eiderenten leben entlang der Küsten des Nordatlantiks und der Nordsee, wo sie flache Küstengewässer, Watt- und Inselbereiche bevorzugen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Muscheln, die sie tauchend vom Meeresboden holen und mit ihrem kräftigen Schnabel aufbrechen.
Die Brutzeit beginnt im Frühjahr. Weibchen bauen ihre Nester an geschützten Orten nahe der Küste und polstern sie mit Daunenfedern aus. Sie legen 4 bis 6 Eier und brüten diese allein aus. Während der Brutzeit verlassen die Weibchen das Nest kaum, um die Eier zu schützen.
Eiderenten sind in ihren Verbreitungsgebieten häufig, jedoch durch Ölverschmutzung, Überfischung und Störungen gefährdet. Ihr markantes Erscheinungsbild und die weichen Eiderdaunen machen sie sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich bedeutsam. Sie sind ein Symbol für die Tierwelt der nördlichen Küsten.