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Knäckente (Spatula querquedula)

Die Knäckente ist eine mittelgroße Schwimmente mit einer Körperlänge von etwa 37–41 cm und einer Flügelspannweite von 59–69 cm. Ihr Gewicht variiert zwischen 300 und 500 g. Besonders auffällig ist das Männchen im Prachtkleid mit seinem kastanienbraunen Kopf und dem markanten weißen, sichelförmigen Überaugenstreif, der sich vom Schnabel bis zum Nacken zieht. Der Rücken ist grau mit dunkler Sprenkelung, während Brust und Flanken fein gemustert sind. Die Weibchen und Männchen im Schlichtkleid ähneln stark einer weiblichen Stockente, sind jedoch kleiner und insgesamt feiner gezeichnet, mit einem unauffälligen, hellen Überaugenstreif.

Die Knäckente ist eine typische Wasservogelart flacher, pflanzenreicher Feuchtgebiete. Sie bevorzugt stille oder langsam fließende Gewässer wie Altwasserarme, Teiche, Überschwemmungsflächen und Sümpfe mit ausgedehnter Ufervegetation. Ihre Nahrung besteht aus Wasserinsekten, kleinen Krebstieren und Pflanzenteilen, die sie gründelnd aufnimmt. Anders als viele andere Enten taucht sie selten, sondern sucht ihre Nahrung meist in seichten Bereichen oder im Flachwasser.

Die Brutzeit beginnt im späten Frühjahr, meist ab April oder Mai. Das Weibchen baut ein gut verstecktes Nest in dichter Vegetation nahe dem Wasser und legt 7–10 olivfarbene Eier, die es alleine über einen Zeitraum von etwa drei Wochen bebrütet. Die frisch geschlüpften Küken sind Nestflüchter und werden von der Mutter geführt, bis sie nach etwa fünf bis sechs Wochen selbstständig fliegen können.

Als Langstreckenzieher ist die Knäckente eine der wenigen mitteleuropäischen Entenarten, die vollständig in wärmere Überwinterungsgebiete zieht. Im Herbst verlassen die Vögel ihre Brutgebiete und ziehen in großen Schwärmen über das Mittelmeer bis nach Afrika, wo sie in Feuchtgebieten südlich der Sahara überwintern. Im Frühjahr kehren sie zurück, oft in die gleichen Brutgebiete. Aufgrund ihres spezialisierten Lebensraums ist die Knäckente in Europa stellenweise selten und ihre Bestände sind durch den Verlust von Feuchtgebieten, intensive Landwirtschaft und Klimaveränderungen bedroht. In geeigneten Habitaten kann sie jedoch regelmäßig beobachtet werden, insbesondere während des Frühjahrs- und Herbstzugs.