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Pfeifente (Mareca penelope)

Die Pfeifente ist eine mittelgroße Schwimmente aus der Familie der Entenvögel, die vor allem durch ihren charakteristischen, pfeifenden Ruf auffällt. Sie erreicht eine Körperlänge von 45–51 cm, eine Flügelspannweite von 75–86 cm und ein Gewicht zwischen 600 und 1.000 g. Das Männchen ist im Prachtkleid auffällig gefärbt: Der Kopf ist rotbraun mit einer cremefarbenen Stirn und Krone, Brust und Flanken sind rosa bis hellgrau, der Rücken graubraun. Die Weibchen zeigen ein zurückhaltenderes, braungemustertes Gefieder, das sie gut tarnt. Beide Geschlechter haben einen blaugrauen Schnabel mit schwarzer Spitze und einen hellen Flügelspiegel, der besonders im Flug sichtbar ist.

Pfeifenten bewohnen bevorzugt offene, flache Binnengewässer mit angrenzenden Wiesen, Sümpfen oder Überflutungsflächen. Im Winter sind sie häufig auf Überschwemmungsflächen, Marschland oder an Küsten mit Brackwasser zu finden. Anders als viele andere Entenarten sind Pfeifenten überwiegend Pflanzenfresser und äsen oft an Land – etwa auf Wiesen oder an Feldrändern –, wo sie Gräser, Kräuter und Feldfrüchte aufnehmen. Im Wasser gründeln sie nach Wasserpflanzen und Algen.

Die Brutzeit beginnt ab Mai in den nördlichen Brutgebieten. Das Nest wird gut versteckt in dichter Vegetation am Boden gebaut. Das Weibchen legt 6–10 Eier, die es allein rund 24 Tage bebrütet. Die Küken sind Nestflüchter und werden vom Weibchen geführt, bis sie flügge sind. Die Männchen verlassen das Brutgebiet meist schon während der Brutphase und sammeln sich an Mauserplätzen.

Pfeifenten sind Langstreckenzieher. Die europäischen Brutvögel, die vor allem in Skandinavien, Island, Russland und Schottland vorkommen, überwintern in großen Zahlen in West- und Südeuropa, Nordafrika und am Schwarzen Meer. Deutschland dient vielen Tieren als Rast- und Überwinterungsgebiet, besonders an der Nordseeküste und in Feuchtgebieten des Binnenlands.

Obwohl die Pfeifente nicht gefährdet ist, können Lebensraumverluste, Störungen durch Freizeitnutzung und der Rückgang von Feuchtwiesen lokal zu Bestandsrückgängen führen. Der Schutz von Überschwemmungsflächen, Küstenlebensräumen und mauserfreundlichen Rückzugsgebieten ist für diese charaktervolle Entenart von großer Bedeutung.