Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis)
Der Zwergtaucher ist der kleinste Vertreter der Lappentaucher (Podicipedidae) und erreicht eine Körperlänge von etwa 25 bis 29 cm. Sein Gefieder ist in der Brutzeit auffällig: Die Oberseite ist dunkelbraun, die Unterseite heller, und der Hals sowie die Wangen sind kastanienbraun gefärbt. Ein markanter gelblicher Fleck am Schnabelwinkel ist typisch. Außerhalb der Brutzeit ist sein Gefieder schlichter, überwiegend graubraun.
Zwergtaucher bewohnen stille, pflanzenreiche Gewässer wie Seen, Teiche und langsam fließende Flüsse. Sie sind hervorragende Schwimmer und Taucher, die sich von kleinen Fischen, Wasserinsekten und Krebstieren ernähren. Ihr Ruf ist ein lautes, trillerndes „wi-wi-wi“, das oft in der Nähe von dichtem Schilf zu hören ist.
Das Nest wird aus Pflanzenteilen schwimmend oder im Uferbereich gebaut. Zwergtaucher sind in Europa, Asien und Afrika weit verbreitet und gelten als nicht gefährdet, obwohl sie regional durch Lebensraumverlust beeinträchtigt sein können.