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Rallen (Rallidae)

Die Rallen sind eine vielfältige Familie von bodenbewohnenden Wasservögeln, die in Feuchtgebieten, Sümpfen, Seen und Flusslandschaften auf der ganzen Welt vorkommen. Sie sind meist scheue und gut getarnte Vögel, die sich durch dichtes Schilf und Vegetation bewegen, oft ohne bemerkt zu werden. Ihre Körper sind schlank und seitlich abgeflacht, was ihnen ermöglicht, sich geschickt durch enge Schilfgänge zu zwängen.
Merkmale und Erscheinung

Rallen variieren stark in ihrer Größe, von kleinen Arten wie der Zwergdommel bis hin zu größeren Vertretern wie dem Purpurhuhn. Die meisten Arten haben jedoch eine mittlere Körperlänge von 20–50 cm. Ihr Gefieder ist oft dunkel oder tarnfarben, mit gedeckten Brauntönen, Grautönen oder Schwarz, manchmal mit auffälligen weißen oder blauen Akzenten.

Typisch für Rallen sind ihre langen Beine mit großen Zehen, die ihnen helfen, über schwimmende Vegetation zu laufen. Ihr Schnabel ist oft kräftig und leicht gebogen, besonders bei Arten wie dem Blesshuhn oder dem Teichhuhn.
Lebensweise und Verhalten

Lebensraum: Rallen sind eng an Feuchtgebiete gebunden. Sie bevorzugen Schilfgürtel, sumpfige Wiesen, Mangroven oder Flussufer.
Ernährung: Ihre Nahrung ist sehr vielseitig und reicht von Wasserpflanzen, Samen und Beeren bis hin zu Insekten, Krebstieren und sogar kleinen Wirbeltieren.
Verhalten: Viele Rallenarten sind extrem scheu und schwer zu beobachten, da sie sich versteckt im dichten Schilf bewegen. Trotz ihrer Tarnung haben sie oft laute, durchdringende Rufe, die man besonders in der Dämmerung hören kann.

Flugfähigkeit und Fortpflanzung

Rallen sind eher Läufer als Flieger. Viele Arten wirken beim Fliegen unbeholfen und fliegen nur kurze Strecken, bevorzugen es aber, sich durch Laufen oder Schwimmen fortzubewegen. Einige, wie das Blesshuhn, sind jedoch gute Schwimmer.

Zur Brutzeit bauen Rallen gut versteckte Nestmulden aus Pflanzenmaterial im dichten Schilf oder Gras. Die meisten Arten legen mehrere Eier, und beide Eltern beteiligen sich an der Aufzucht der Jungen.
Bekannte Arten in Europa